Bürgermeister Jürgen Ditz hat am heutigen Tage die angenehme Aufgabe, die neu geschaffenen Straßen im Entwicklungsgebiet West II in Grevesmühlen feierlich einzuweihen. Dabei blickte er auf eine lange Entwicklungszeit zurück. Bereits im Jahr 1993 begannen mit der Aufnahme in das Förderprogramm für Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen des Landes Mecklenburg-Vorpommern die ersten Bemühungen zur Gebietsentwicklung. Die GOS mbH, Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung, Kiel, wurde 1994 als Treu-händerischer Entwicklungsträger der Stadt eingeschaltet und mit der Vorbereitung und Durchführung der Entwicklungsmaßnahme betraut. Die Gesamtfläche des Entwicklungsbereiches beläuft sich auf ca. 10,2 ha. Davon sind ca. 6,4 ha als Bauland für ca. 90-100 Wohneinheiten ausgewiesen. Mit dem „Ersten Spatenstich“ am 15.09.2000 begann die Erschließung des Gebietes in 2 Ausbaustufen. Der lange Zeitraum von der Beantragung der Fördermittel im Sommer 1993 bis zum 1. Spatenstich war notwendig, um insbesondere den für die Durchführung der Maßnahme notwendigen Grunderwerb zu realisieren. Durch die Maßnahme ermöglichte die Stadt Grevesmühlen weiten Teilen der Bevölkerung, insbesondere Familien mit Kindern, auch aufgrund eines günstigen Baulandpreises von ca. 50 €/m² die Eigentumsbildung.

Die Vergabe der Grundstücke erfolgte nach sozialen Vergabekriterien. Erste Grundstücks-verkäufe begannen bereits im Januar 2001. Schon im Frühjahr 2001, kurz nach der Er-schließung der ersten Grundstücke, war für einige langjährige Kaufinteressenten der Zeitpunkt gekommen. Der Bau der ersten Eigenheime in West II konnte beginnen. Bis zum heutigen Tage wurden ca. 75 Einzel- und Doppelhausgrundstücke veräußert und fast vollständig bebaut. Die neuen Grundstückseigentümer stammen nicht nur aus der Stadt Gre-vesmühlen, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet. Es stehen noch 13 Einzel- und Doppelhausgrundstücke zum Verkauf. Damit ergibt sich zum jetzigen Zeitpunkt eine Veräußerungsquote von 84%.

Neben den üblichen Erschließungsanlagen und Lärmschutzvorrichtungen konnte auch ein Spielplatz für die zahlreichen Kinder im Entwicklungsgebiet geschaffen werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme einschließlich Grunderwerb und Ausgleichmaßnahme belaufen sich auf 5,5 Mio. €. Finanziert wurde die Maßnahmen durch 2,3 Mio. € Städtebauförde-rungsmittel aus dem Förderungsprogramm für städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen mit Unterstützung des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie Eigenmitteln der Stadt Grevesmühlen. Ferner wurden 3,2 Mio. € Einnahmen aus Grundstückserlösen erzielt.