Schlösser, Herrenhäuser, Parks & Gärten
Fürsten und Junker ließen in Nordwestmecklenburg ihre Träume aus Stein wahr werden. Zahlreiche Schlösser und Herrenhäuser künden heute noch von der einstigen Pracht und Herrlichkeit, vor allem aber von der besonderen Geschichte dieses Landstriches. Nicht alle überdauerten die zahlreichen Kriege und die Mangelwirtschaft der letzten Jahrzehnte. Viele wurden jedoch aufwendig saniert und als Hotels, Restaurants, Museen oder Kulturstätten zum neuen Leben erweckt. Andere hoffen noch darauf, von ihrem Dornröschenschlaf erlöst zu werden.
Unweit der Mündung der Stepenitz in den Dassower See, erstrahlt das Schloss Lütgenhof in neuem Glanz. Hier können sie nicht nur exquisit wohnen, sondern auch eine anspruchsvolle Küche mit internationalen und regionalen Gerichten genießen. Auf Gut Brook kann man Urlaub auf dem Lande genießen. Hier ist es gelungen, eine Verbindung von Landwirtschaft, Kultur und Tourismus zu schaffen. Die jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen wie Musiksommer, Antikgarten und Weihnachtsmarkt locken Besucher aus nah und fern auf die Gutsanlage.
Das Schloss Kalkhorst wurde 1855 in romantisch-neugotischem Stil erbaut. Es ist ein dreigeschossiger Backsteinbau mit Erkern, Türmchen und Veranda umgeben von einem englischen Landschaftspark, welcher erst kürzlich zu einer der schönsten Parkanlagen Deutschlands auserwählt wurde. Offene Rasenflächen, wertvolle Bäume und Farne, geheimnisvolle Mauern und Teiche machen seinen Reiz aus.
Versteckt hinter wilden Hecken und schon fast in Vergessenheit geraten, liegt das einzigartige Wasserschloss Johannstorf. Der Zahn der Zeit nagt am zweigeschossigen Rechteckbau mit Mansarddach und Freitreppen. Wie viele andere Schlösser der Region wartet es darauf vor dem endgültigen Verfall gerettet zu werden. Schloss Bothmer, 1726 – 1732 erbaut, ist die größte barocke Schlossanlage Mecklenburgs. Als architektonisches Vorbild diente Blenheim Palace bei Oxford das der Graf von Bothmer als Minister von König Georg I. in London kennen gelernt hatte. Selten und faszinierend zugleich sind die auf den Ehrenhof zuführenden Lindenalleen, deren spalierartig gepflanzten und teilweise, beschnittenen Bäume noch aus der Erbauungszeit des Schlosses stammen. dieses ist von einem wunderschönen Landschaftsgarten mit Wassergraben und vielen Wegachsen umgeben. Schloss und Park bieten jedes Jahr einen festlichen Rahmen für die Festspiele Mecklenburg Vorpommern.
In der Landeshauptstadt Schwerin pocht das historische und politische Herz Mecklenburg-Vorpommerns. Das Schweriner Schloss mit seinen 365 Türmen und Türmchen ist heute Sitz des Landtages. Märchenhaft, anmutig und zugleich alles überragend und stolz schwimmt das "Neuschwanstein des Nordens“ auf einem Inselchen im Schweriner See. Im alten Garten präsentiert sich die Theaterwelt. Die Aufführungen unter freiem Himmel sind für Besucher ein unvergessenes Erlebnis.
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